Als Employee Assistance Program (EAP) bezeichnet man im Personalwesen Programme zur (externen) Mitarbeiterberatung. Ursprünglich in den 30er Jahren in den USA zur Unterstützung von Beschäftigten mit Suchtproblematiken entwickelt, entdecken auch in Europa mehr und mehr Unternehmen die Chancen dieses Instruments. Als integriertes Element einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur hilft es mannigfaltige Problem- und Fragestellungen zu bearbeiten, die die Belegschaft oft erheblich in Ihrer Leistungsfähigkeit einschränken:
Betriebsbedingte Problem- oder Fragestellungen
- Gesundheitliche Belastungen am Arbeitsplatz
- Schwierigkeiten mit Kollegen und Vorgesetzten
- Unter- oder Überforderungsproblematiken, Burn-Out
- Fragen der persönlichen / beruflichen Entwicklung
Private Problem- oder Fragestellungen
- Sucht
- Schulden
- Konflikte in familiären Zusammenhängen
- Gesundheit
- Organisatorische Probleme (z. B. Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen)
- Work-Life-Balance
Da viele dieser Problem- oder Fragestellungen in Zeiten knapper Kassen durch öffentliche Einrichtungen nicht in der angemessenen Art bearbeitet können, haben die europäischen Sozialpartner im Jahre 2008 eine Rahmenvereinbarung ausgearbeitet, in der die Arbeitgeber stärker für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden eingebunden werden sollen. Vor diesem Hintergrund wird die Externe Mitarbeiterberatung EAP von der WHO als wirksames Werkzeug für Organisationen empfohlen. Diese Empfehlung basiert auf den Ergebnissen zahlreicher wissenschaftlicher Studien, die zeigen, dass EAP eine signifikante Abnahme von Stress und Zunahme von Gesundheit und Wohlbefinden bewirkt. Darüber hinaus mindert EAP Wertschöpfungsverluste, bindet wertvolle Mitarbeiter an das Unternehmen und erhöht ihre Leistungsbereitschaft.